Man weiß ja nie, was kommt


Oft wird alles ganz anders.
„Wir tanzen heute Abend. Möchtest Du auch kommen?“ , fragt meine Mitbewohnerin.
Klar will ich. Sie gibt mir die Adresse. Halb zehn dort. Alles klar.
Ich ziehe meine hohen Schuhe an. Zum Tanzen sind die auf jeden Fall besser als Flip Flops.
Um halb zehn bin ich vor Ort, und der Ort ist…eine Schule! Aha. Drin sitzen Eltern und Kinder in Stuhlreihen. Ich werde voraussichtlich nicht selbst tanzen, also setze ich mich auch. Und los geht’s. Es handelt sich um die 25-Jahr Feier des ortsansässigen Kulturvereins. Den Anfang macht meine Mitbewohnerin. Zusammen mit anderen Tanzpaaren zeigen sie, wie man Tango richtig tanzt. Bewundernswert!

Und so geht das Programm weiter durch alle Tanzstile und Musikrichtungen Argentiniens. Klar, die Trachtentanzgruppe, die ganz fleißig geübt hat, gefühlt viel zu viel Zeit des Abends in Anspruch nimmt und eher unkoordiniert ihre Schritte präsentiert, ist auch dabei, und eine Gruppe von Musikern, die vor lauter Peace and Love ihre Flötentöne vergessen, aber inbrünstig schief singen, ist ja auch Pflicht, aber ansonsten…

…habe ich wirklich einen tollen Abend! Wie wunderschön tanzen die Frauen Folklore, wie liebevoll umgarnen die Männer ihre Tanzpartnerinnen, wie rhythmisch schwingen die Mädchen die Hüften zu Salsa und Co.

Um eins ist die Veranstaltung zu Ende. Ich tue so, als trüge ich immer Tanzschuhe. Vielleicht brauche ich sie ja in Zukunft wirklich öfter, denn was ich alles gerne lernen würde, habe ich eben gesehen.

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