Wieder anders


Zu den geplanten Hamburgern zu meiner Geburtstagsfeier kam es nicht.
Nicht weil niemand zum Essen da gewesen wäre, sondern weil alles andere schon so viel war, daß keiner mehr Hunger hatte.
Und keiner hat das Fleisch vermisst!

Im Kühlschrank lagern also jetzt 20 Hamburger samt Brot. Entweder einfrieren oder eine große Hamburgerparty schmeißen.
Ich bin erstmal für einfrieren.

Und gerade fällt mir ein, daß es auch noch eine Melone gibt. Es hätten eindeutig noch mehr Leute kommen können.
Aber meine Runde von zehn Personen war gut gelaunt und mein Geburtstag im Sommer Argentiniens eine schöne Feier.

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Mein dritter Geburtstag


…ist diesmal mein eigener. Eigentlich ja schon am Dienstag, aber gefeiert werden soll heute.
Stilecht mit Asado.

Und dann passiert das, was so gar nicht passieren sollte: mein Asador, also der Mensch, der sich mit dem Grillen auf der Parrilla auskennt und mir in dem Fall helfen wollte, kann nicht kommen.
Alleine keine Chance! Schließlich habe ich keine Ahnung, welche Gradzahlen an den verschiedenen Stellen der Parrilla herrschen und wann man welches Fleisch und wieviele Kilos am Stück davon wohin legt, damit alles perfekt wird. Das ist eine Kunst für sich. Und das zarte Filet will ja keiner in Brikettform sehen!

Asado fällt aus!

Aber man ist ja flexibel, also brutzeln seit elf Uhr heute Morgen die Kartoffeln im Ofen, Guacamole, Knoblauchsoße und Tomatencreme sind vorbereitet, Möhren gekocht und eingelegt, und die Auberginen warten gerade auf ihren großen Auftritt in Sachen geröstet werden.
Salat ist gekauft, fehlen noch Käsevariationen, Salami und Schinken und Hamburger! Ja, ein bißchen wie Kindergeburtstag, aber es wird Hamburger geben. Kann sich jeder selbst belegen, macht Spaß und haben wir als Kinder schon geliebt.
Ich belege mein Brot dann eben mit Gemüse und vielen Soßen.

Außerdem gibt es genug Bier und Wein.

Ich glaub, das wird trotzdem gut!

Essen aus Höflichkeit


Empanadas.
Ich muß sagen, mein Verhältnis zu den gefüllten Teigtaschen ist gespalten. Wenn sie richtig frisch und knusprig sind, können sie super sein. Zum Beispiel mit Mais gefüllt oder mit Käse und Zwiebeln. Herrlich.

Aber oftmals, wenn man sie irgendwo bei einem Imbiss oder in irgendeinem Laden kauft (und es gibt sie wirklich fast überall!) sind sie schnell in der Mikrowelle erwärmt und eher eine labbrige Jämmerlichkeit.

Natürlich sind sie am besten hausgemacht. Und weil in meinem Haus eben wahnsinnig gern gekocht wird, gibt es Empanadas.
Leider nur in zwei Varianten: ‚con carne‘ (in dem Fall mit Hackfleisch) und ‚con jamón y queso‘ (mit Schinken und Käse).
Ich bin ja gut erzogen, also probiere ich. Zuerst mit Hackfleisch. Nicht meins. Ich überdecke den Geschmack mit einer Gabel Salat pro halbem Biss Empanada. Problem ist, daß ich Hunger habe. Aber die mit Schinken und Käse sind bestimmt eher mein Ding. Käse mag ich schließlich sehr gerne.
Der Schinken überwiegt aber leider. Bei weitem! So viel Salat kann ich gar nicht hinterherschieben. Irgendwann fällt das dann ja auch auf. Und wenn ich mich schon nicht in überschwänglichen Lobeshymnen über das Essen äußere, muß ja wenigstens niemand mitkriegen, daß ich in Wirklichkeit dem Brechreiz nahe bin.
Ich denke also einfach an was anderes. Versuche, nur den Teig zu schmecken, und bin dankbar, daß Empanadas nicht so groß sind.

Das Filet auf dem Grill, das mir so gut schmeckt, macht einen Vegetarier eben noch nicht zum Fleischesser.