Umgezogen


Umgezogen. Gestern dreimal, weil es so heiß war!

Und einmal in mein neues Domizil! Ich bin jetzt ein Mädchen aus Palermo Hollywood, und ich fühle mich großartig!
Meine Vermieterin, Melina, hat mir das Viertel gezeigt (, das ich ja schon etwas kannte), und ich habe innerlich gejubelt.

Das Haus, in dem ich jetzt wohne, ist das einzige Wohnhaus in der Umgebung. Alles andere sind Restaurants, Bars und Diskotheken.
Welch ein Glück, daß ich dieses Zimmer gefunden habe!
Klar ist es nachts ziemlich laut, weil überall gefeiert wird. Die Gegend ist eben eine Ausgeh-Gegend. Dafür ist es aber auch sehr sicher, weil immer Leute auf der Straße sind.

Vor zwanzig Jahren gab es hier nichts weiter als ein paar Häuser und fünf Geschäfte, erzählt mir Fernando, der Vater des Hauses.

Heute Morgen wurde ich schon erwartet. Vor meiner Zimmertür saß Ona, der kleine Hund, und hat mich begrüßt.
Celeste, die Katze, hat sich diese Mühe nicht gemacht, aber Melina und ihr Vater hatten dafür schon den Kaffee und den Toast fertig.

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Ich werde nachher Pflanzen kaufen gehen und ein paar Kräuter im Garten beheimaten. Rosmarin, Thymian, Basilikum und Co.
Denn immerhin werde ich hier eine Weile bleiben.

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Ich frag einfach mal


Das Jazz Festival hat mich angefixt. Ich habe wieder richtig Lust, selbst Musik zu machen. Nach den großartigen Radioboyz im Jahre 2009 oder so ist meine Gesangkarriere ja leider eingeschlafen.

Auf der Suche nach noch mehr Jazz finde ich eine winzige Kneipe mit Livemusik. Und zwar ganz in der Nähe meiner neuen Adresse.
Coole Bar, coole Musik.

Spontan frage ich den Gitarristen, ob er eine Band oder irgendwelche Leute kennt, die noch eine Sängerin brauchen. Nur so just for fun.
Er zögert und gibt mir seine Emailadresse.

Heute habe ich ihn angeschrieben und ein kleines Stimmbeispiel rangehängt. Und siehe da, er hat sofort geantwortet. Das gefalle ihm gut, und wenn der Festtagsstress mit all den Auftritten vorbei ist, wolle er sich melden zwecks gemeinsamen Musizierens.
Das heißt also dann im nächsten Jahr.
Aber immerhin…

…und wenn er sich nicht mehr meldet… Ich kann ja noch andere fragen.
Und vielleicht klappt es mit einem Job ja auch so ähnlich.

Dirty Dancing für alle


Hier wird getanzt. Viel. Nicht nur Tango, sondern alles Mögliche.
Und bevor man abends ausgeht, werden zu Hause schon mal Tische und Stühle beiseite gerückt, um sich warm zu tanzen. Ungewohnt!

Und dann geht man in eine Bar, die eigentlich wie eine ganz normale Kneipe aussieht, und plötzlich steht man inmitten einer Tanzstunde. Ungewohnt!!!
Etwa zehn Paare versuchen Bachata zu lernen. Was das genau ist, läßt sich schwer erklären. Eben etwas lateinamerikanisches. Für meine Ohren klingt es wie Salsa. Aber irgendeinen Unterschied gibt es wohl.

Nun denn, mitgegangen, mitgefangen. Ich bin zufällig auf der Tanzfläche gelandet, also muß ich mittanzen. Immer nach ein paar Takten ruft der Tanzlehrer zum Partnerwechsel auf, so daß niemand die ganze Zeit ohne Mann dastehen muß.
Und, man muß es ganz klar sagen, die Männer müssen nunmal einfach wissen, was sie tun. Mit einem Tanzpartner, der führen kann, sieht man auf der Tanzfläche selbst gar nicht so schlecht aus. Weiß der Mann nicht, was er tut, bricht tendenziell Chaos aus.
Aber dann kann man immer noch gemeinsam drüber lachen.

Irgendwann war der Unterricht dann vorbei, und auf der Tanzfläche verblieben nur noch die, die es wirklich können.

Ein bißchen wie in Dirty Dancing, nur daß ich keine Wassermelone getragen habe.