Früchtetraum


Der Avocadobaum in unserem Garten ist schon fast 20 Jahre alt und hat noch nie Früchte getragen. Und was entdecken wir jetzt?
Einige zarte, noch kleine Avocados!
Daumen drücken, daß sie schön groß werden, denn ich liebe Avocado!

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Oh, Tannenbaum


Am achten Dezember passiert hier ein Teil der großen Magie des Weihnachtsfestes: der Baum wird aufgestellt!
Traditionell wird das an diesem Tag gemacht, auch damit das Bäumchen mit Licht und Schmückung alle Herzen erfreuen kann.

Man stelle sich 37 Grad vor, der Ventilator summt und statt an Glühwein, Knödel und Plätzchen denkt man eher an Eis in allen möglichen Formen.
Auch in unserem Haus wird ein Baum aufgestellt. Aber mit Magie hat das so wenig zu tun, wie das Wetter mit Schnee.
Melina, die Tochter des Hauses, holt eine kleine Kiste hervor, zieht einen fertig geschmückten Plastikbaum heraus, stellt ihn auf den Tisch, steckt den Stecker in die Steckdose und fertig.
Baum steht, Mission erfüllt, weiter geht es mit dem Alltag. Der Ventilator summt, wir trinken Saft mit viel Eiswürfeln, und ich stelle fest, daß mir der Weihnachtsbaum mit den Wurzeln der Tradition meines Elternhauses doch besser gefällt.

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Wein doch nicht


Wettervorhersagen sind hier so eine Sache für sich. Eigentlich stimmen sie so gut wie nie.
Innerhalb eines Tages kann der Himmel sich zuziehen und aussehen, als sei das größte Gewitter im Anmarsch, und wieder aufreißen als sei nichts gewesen (war ja dann auch nicht).
Und wenn es heißt, daß es heute regnet, kann das auch übermorgen sein oder nächste Woche. Das Wetter ist eben sehr argentinisch.

Ich sitze im Park, die Sonne scheint…und es tropft.
Ich laufe durch die Straße, die Sonne scheint…und es tropft.
Wieso tropft es ständig? Hat sich ein Vogel über mir geparkt?
Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Und das liegt nicht an der Unberechenbarkeit des Wetters. Nach einigen Tagen höchster Aufmerksamkeit und Recherche in freier Wildbahn wird mir klar, was da ständig auf mich einregnet.

Ein Baum!

Die Stadt ist im großen und ganzen ziemlich grün. Es gibt viele Alleen, die die Straßen säumen, und unter all den Bäumen ist auch einer, der regelrecht weint.
Umso wärmer es ist, umso mehr läßt er seine Tränen auf den Boden tropfen. Eben manchmal so viel, daß es sich wie ein Schauer anfühlt.

Auch wenn dieser Baum ein bißchen nervig ist, weil es ihn fast überall gibt, bin ich doch froh, daß die Quelle des ständigen Betropfens daher rührt, und nicht aus dem Hinterteil eines Vogels kommt…