Cooler Hund beim Friseur


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Kein Saft


Heute mach ich mal nichts. Einfach nichts. Einfach mal Ruhe.
Ich koche mir was und lese gemütlich im Bett.

Das mit dem Nichts tun hat eigentlich ganz gut geklappt. Bis auf eine kleine Einkaufsrunde habe ich tatsächlich nichts Weltbewegendes vollbracht.
Das mit dem Kochen hat auch noch funktioniert.

Nur das mit dem Lesen war schwierig. Stromausfall.
Das gesamte Gebäude versinkt im Dunkeln.
Darauf bin ich nicht vorbereitet. Ich habe keine Kerzen und keine Taschenlampe.
Vom Zimmer ins Bad geht’s mit dem Handydisplay. Das war’s aber auch schon.

Ich könnte ja schlafen, aber ausgerechnet jetzt bin ich nicht müde.
Also liege ich einfach so da, auf meinem Bett, bei offenem Fenster, und lausche in die Nacht hinein.
Höre die Autos, das Bellen der Hunde, die lachenden Nachbarn, das Rauschen des Windes. Ich höre Buenos Aires, und irgendwann schlafe ich doch ein.

Wer denkt, daß so ein Stromausfall am nächsten Tag Geschichte ist, der irrt.
Am nächsten Morgen funktioniert immer noch nichts.
Telefon und Internet sind tot (Internet ist mein persönlich größter Verzicht in dieser Situation), keine Steckdose hat Saft, und der Kühlschrank wird nach und nach immer wärmer.
Zum Glück ist nicht so viel drin, aber die Eier meiner Mitbewohnerin (die sowieso schon verdächtig lange im Kühlschrank sind) möchte ich nicht mehr geöffnet erleben.
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Das Gute ist, daß ich auf meinen Kaffee am Morgen nicht verzichten muß, denn der Gasherd funktioniert natürlich.
Ich frage mich aber trotzdem, wann wieder was geht in Sachen Strom.
Gerade als ich mal eine Nachbarsbefragung durchführen will, tataaaa, geht mir ein Licht auf, bzw. geht das Licht an.

Somit waren es nur etwa 14 Stunden. Könnte schlimmer sein!

Dunkel wird’s


Es bahnt sich was an. Ein Unwetter soll die Stadt erreichen. Mirta hat mich gewarnt. Wenn es richtig regnet, ist Buenos Aires ab und zu außer Gefecht gesetzt. Keine U-Bahn fährt mehr, Straßen sind halb überschwemmt und menschenleer, und man selbst wird deshalb zur leichten Beute für Kriminelle.
Noch hat es nur kurz aber heftig geregnet. Momentan ist es grau, aber ruhig.
Mal sehen, was noch kommt. Ich schaue mir das dann wohl eher vom Fenster aus an.

Regen in Buenos Aires


20131020-082906.jpg Erst kommt der Wind.
Den ganzen Abend hatte er durch die Straßen gefegt, an Türen gerüttelt und halbherzig geschlossene Fenster geöffnet.
Und dann entlud sich die Hitze des Tages in einem Gewitter, das jeden Schlafenden weckt.
Jetzt regnet es. In Strömen. Ein Sonntag im Regen. Was ich mit dem Tag mache? … Erstmal noch eine Stunde schlafen…