Schnell mal was essen


Man weiß ja nie. Deshalb habe ich mittlerweile immer meine Zahnbürste in der Handtasche.
Die brauchte ich gestern zwar nicht, aber spontan war trotzdem mal wieder alles.

Ein gemütlicher Samstag. Spätes Frühstück (dafür aber auch Frühstück, nicht so wie hier eigentlich üblich Mate plus Keks und fertig) und gegen eins meldet sich ein Freund: wir wollen Mittagessen bei Dir in der Gegend. Kommst Du dazu?
Klar.
Ok, dann holen wir Dich ab. In zehn Minuten Ecke Soundso.

Na, dann aber schnell. Ich gehe direkt los zum Treffpunkt und bin pünktlich. Etwa eine Viertelstunde später ein Anruf: ach, an der Ecke ist es doch schlecht, kannst Du zwei Straßen weiter laufen, da sind wir jetzt?

Zwei Straßen weiter und nochmal eine Viertelstunde später kommt ein Auto angedüst. Ich denke mir, daß ich in der Zeit auch bestimmt direkt in das Café hätte laufen können. Aber Pustekuchen. Nach ca. zehn Minuten Fahrt sind wir auf der Autobahn.
„Wir fahren ein bißchen raus aus der Stadt zum Essen, ok?“

Etwa eine Stunde später sind wir außerhalb der Stadt auf einem Privatgrundstück mit angrenzendem Restaurant.
Es ist ruhig, die Luft ist frisch. Das Essen ist nicht besonders, die Landschaft auch nicht, aber trotzdem war alles die Fahrt wert.

Gegen sechs Uhr sind wir wieder in Buenos Aires.
Der Tag ist noch nicht zu Ende!

Man weiß eben nie, was so passiert.

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Das Salz in der Suppe


Es ist tatsächlich leichter als gedacht hier vegetarisch zu essen. Salat gibt es quasi überall, wenn manchmal auch ‚Salat mit nichts‘, und Pasta und vor allem Pizza begegnet einem an fast jeder Ecke. Man merkt die italienischen Wurzeln der Stadt.

Ich muß mich hier einem völlig anderen und unerwarteten Problem stellen: Gewürzen! Bzw. nicht vorhandenen!
Teilweise wird Salz schon völlig überbewertet, wie mir scheint, was zwar gesund ist, aber auch geschmacklos.
Und noch viel schwieriger ist es, ein scharfes Gewürz zu bekommen.

Ich esse nun mal gerne scharf. Chili und Tabasco gehören für mich zu einem Großteil der täglichen Nahrung. Hier aber: Fehlanzeige.

Wenn ich nach etwas Scharfem frage, zieht man für gewöhnlich die Augenbrauen hoch, und wenn ich Glück habe, bringt man mir Pfeffer.
Zur Vorsorge habe ich mir ein Fläschchen ’nach Tabasco-Art‘ besorgt, das ich – nur so für Notfälle – in der Handtasche habe. Ganz unauffällig.

Wahrscheinlich haben die Argentinier einfach mehr Feuer im Hintern als im Essen…