Die neuen Messis


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Die Argentinier denken immer noch, sie könnten die WM gewinnen. Aber mit der Mannschaft…

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Mit und ohne Hund


Fernando, der Hausherr, vergisst ab und zu mal was.
Zum Beispiel das Hündchen Ona im Supermarkt.
Oder das Hundefutter im Auto, mit dem er dann den ganzen Tag unterwegs ist.
Er hat offizielles Hunde-Ausführ-Verbot.
Einmal, hat er mir gestern mit einem Grinsen erzählt, hat er das Hündchen mit zum Chinesen genommen.
Erst Stunden später, als der Laden schon lange geschlossen hatte, fiel ihm auf, daß der Hund nicht da war.
Die Chinesen hatten sie zum Glück nicht zu Frühlingsrolle verarbeitet, sondern sich Onas angenommen, bis sie abgeholt wurde.

Gestern hat er, dem Verbot zum Trotz, das Hündchen doch mit zum Supermarkt genommen – und wieder mitgebracht.
Das hat er ganz stolz seiner Tochter per Whatsapp mitgeteilt.

Manchmal sind es die kleinen Erfolge des Alltags…

Kühler Start


Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet und gestürmt hat, hat es sich tatsächlich erheblich abgekühlt. Sogar so sehr, daß ich im Laufe der Nacht die Überdecke über mich geworfen habe. Schon spannend, was der Körper hier so mitmachen muß: mal eben von tropisch feuchten fast 40 Grad auf frische 18.

Die Temperaturen tun gut, aber trotzdem weiß ich noch nicht, ob es ein guter Tag ist.

Die positive Nachricht ist, daß meine Wäsche, die ich auf dem Dach vergessen hatte, nicht weggeflogen ist. Natürlich ist sie noch pitschnass… oder schon wieder.
Was es aber bedeutet, daß mein Tag damit anfängt, daß das Familienhündchen sich vor meine Zimmertür erbricht, weiß ich nicht so genau. Dazu ist noch das Toilettenpapier und der Kaffee leer.
Also, saubermachen, einkaufen, den kühlen Tag für ein Schläfchen nutzen und noch mal neu anfangen, würde ich sagen.
Dann wird’s bestimmt gut.

Etwas leiser bitte!


Das Viertel, in dem ich wohne, ist laut. Keine Frage. Es ist eine typische Ausgehgegend und nachts, vor allem Freitags und Samstags, ist hier die Hölle los.
Komischerweise stört mich das nicht so. Ich schließe das Fenster und fertig.

Letzte Nacht bzw. heute Morgen hätte ich allerdings am liebsten einen Lautstärkeregler für meine Umwelt gehabt.
Mittwochnacht. Eigentlich nicht ganz so laut. Aber…
…um zwei Uhr Morgens finden sich offenbar Betrunkene auf der Straße vorm Haus ein, um das ein oder andere Ständchen vor sich hin zu gröhlen. Die Gesangsleistungen sind wirklich beeindruckend, und mein Schlaf hat sich verstört in eine Ecke verzogen.
…um vier Uhr morgens fährt irgendeine Art LKW durch die kleine Straße, so daß mein Bett regelrecht bebt.
…um sechs Uhr morgens fühlt sich das Familienhündchen durch irgendwen gestört und bellt, daß die Wände wackeln.
…um acht Uhr morgens veranstalten ALLE Autos, die sich in der Straße vorm Haus befinden, ein Hupkonzert von etwa fünf Minuten. Vielleicht waren es auch alle Autos von Buenos Aires.

Also Freunde, ganz ehrlich: meine Siesta fällt heute wohl etwas länger aus!

Umgezogen


Umgezogen. Gestern dreimal, weil es so heiß war!

Und einmal in mein neues Domizil! Ich bin jetzt ein Mädchen aus Palermo Hollywood, und ich fühle mich großartig!
Meine Vermieterin, Melina, hat mir das Viertel gezeigt (, das ich ja schon etwas kannte), und ich habe innerlich gejubelt.

Das Haus, in dem ich jetzt wohne, ist das einzige Wohnhaus in der Umgebung. Alles andere sind Restaurants, Bars und Diskotheken.
Welch ein Glück, daß ich dieses Zimmer gefunden habe!
Klar ist es nachts ziemlich laut, weil überall gefeiert wird. Die Gegend ist eben eine Ausgeh-Gegend. Dafür ist es aber auch sehr sicher, weil immer Leute auf der Straße sind.

Vor zwanzig Jahren gab es hier nichts weiter als ein paar Häuser und fünf Geschäfte, erzählt mir Fernando, der Vater des Hauses.

Heute Morgen wurde ich schon erwartet. Vor meiner Zimmertür saß Ona, der kleine Hund, und hat mich begrüßt.
Celeste, die Katze, hat sich diese Mühe nicht gemacht, aber Melina und ihr Vater hatten dafür schon den Kaffee und den Toast fertig.

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Ich werde nachher Pflanzen kaufen gehen und ein paar Kräuter im Garten beheimaten. Rosmarin, Thymian, Basilikum und Co.
Denn immerhin werde ich hier eine Weile bleiben.

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