Abschied


Zum letzten Mal am Tigre auf Bootstour,
Zum letzten Mal Bus fahren (Grüße an Sarah und die 111),
Zum letzten Mal am Obelisk vorbei.

Zum letzten Mal Mundo Lingo,
Zum letzten Mal feria de Mataderos,
Zum letzten Mal die Katze vom Tisch geholt.

Zum letzten Mal eine Tangostunde in Buenos Aires,
Zum letzten Mal der Gang durch den Garten,
Zum letzten Mal ein Umarmungen mit hier geliebten Menschen.

Zum letzten Mal Steak (ab jetzt bin ich wirklich wieder Vegetarier).

Sechs Monate Buenos Aires.
Jetzt beginnt ein neues Abenteuer.

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Katze im Ofen?


Angst!
Wir sind heute im Haus zum Essen eingeladen. Normalerweise vertraue ich ja den Kochkünsten Fernandos, dem Hausherrn, aber heute…

Locro soll es werden, ein Eintopf, den man vorwiegend im Winter isst, und den ich unbedingt probiert haben sollte. So die Meinung aller hier.
Das Lieblingsessen von Melina, der Tochter des Hauses.
Das kann doch nicht so schlimm sein, oder?

Der Geruch, der heute Morgen durchs Haus zieht, macht uns ehrlich Angst. Während meine Freundin sich die Decke vor die Nase hält, halte ich die Nase ans Fenster, damit nicht beide gleichzeitig Richtung Klo rennen müssen.
Ein Geruch von Fett, Leberwurst, einfach Ekel.

Wir werden auf jeden Fall nachher die Katze suchen, bevor wir das probieren. Wenn sie nicht lebendig neben mir sitzt, dann passe ich.
Man weiß ja nie…

Umgezogen


Umgezogen. Gestern dreimal, weil es so heiß war!

Und einmal in mein neues Domizil! Ich bin jetzt ein Mädchen aus Palermo Hollywood, und ich fühle mich großartig!
Meine Vermieterin, Melina, hat mir das Viertel gezeigt (, das ich ja schon etwas kannte), und ich habe innerlich gejubelt.

Das Haus, in dem ich jetzt wohne, ist das einzige Wohnhaus in der Umgebung. Alles andere sind Restaurants, Bars und Diskotheken.
Welch ein Glück, daß ich dieses Zimmer gefunden habe!
Klar ist es nachts ziemlich laut, weil überall gefeiert wird. Die Gegend ist eben eine Ausgeh-Gegend. Dafür ist es aber auch sehr sicher, weil immer Leute auf der Straße sind.

Vor zwanzig Jahren gab es hier nichts weiter als ein paar Häuser und fünf Geschäfte, erzählt mir Fernando, der Vater des Hauses.

Heute Morgen wurde ich schon erwartet. Vor meiner Zimmertür saß Ona, der kleine Hund, und hat mich begrüßt.
Celeste, die Katze, hat sich diese Mühe nicht gemacht, aber Melina und ihr Vater hatten dafür schon den Kaffee und den Toast fertig.

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Ich werde nachher Pflanzen kaufen gehen und ein paar Kräuter im Garten beheimaten. Rosmarin, Thymian, Basilikum und Co.
Denn immerhin werde ich hier eine Weile bleiben.

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