Es gibt Reis, Baby… Unter anderem


Hitze!
Mittlerweile ist es so warm, daß man auch nachts im T-Shirt rausgehen kann. Momentan zumindest. Das Wetter in Buenos Aires hat bisher nicht durch Zuverlässigkeit geglänzt.
Aber heute war es heiß.

Im Esszimmer summt der Ventilator, und in der Küche summt Fernando, der Herr des Hauses. Töpfe klappern, Wasser kocht, und es riecht plötzlich ganz wunderbar im Haus.

Mittagessen. Es gibt eine Tarte mit Mais gefüllt und Salat. Und es stellt sich heraus, daß hier jemand sehr gerne kocht.
Denn mit dem Mittagessen ist es nicht getan.
Abends fragt mich Fernando, ob ich schon gegessen habe.
Nur ein Stückchen noch von der Tarte, sage ich.
Na, aber! Er habe noch mehr! Und mal was Neues ausprobiert. Die Nichte plus Freund kommt auch zum Essen.
Was soll ich mich dagegen wehren…

Also gibt es noch einen Rest der Maistarte, panierte Auberginen, mit Reis gefüllte rote Beete und ein Broccolisoufflé.
Dazu sympathische Tischnachbarn und eine laue Sommernacht.

Habe ich schon erwähnt, daß es mir hier gefällt?

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Schnell mal was essen


Man weiß ja nie. Deshalb habe ich mittlerweile immer meine Zahnbürste in der Handtasche.
Die brauchte ich gestern zwar nicht, aber spontan war trotzdem mal wieder alles.

Ein gemütlicher Samstag. Spätes Frühstück (dafür aber auch Frühstück, nicht so wie hier eigentlich üblich Mate plus Keks und fertig) und gegen eins meldet sich ein Freund: wir wollen Mittagessen bei Dir in der Gegend. Kommst Du dazu?
Klar.
Ok, dann holen wir Dich ab. In zehn Minuten Ecke Soundso.

Na, dann aber schnell. Ich gehe direkt los zum Treffpunkt und bin pünktlich. Etwa eine Viertelstunde später ein Anruf: ach, an der Ecke ist es doch schlecht, kannst Du zwei Straßen weiter laufen, da sind wir jetzt?

Zwei Straßen weiter und nochmal eine Viertelstunde später kommt ein Auto angedüst. Ich denke mir, daß ich in der Zeit auch bestimmt direkt in das Café hätte laufen können. Aber Pustekuchen. Nach ca. zehn Minuten Fahrt sind wir auf der Autobahn.
„Wir fahren ein bißchen raus aus der Stadt zum Essen, ok?“

Etwa eine Stunde später sind wir außerhalb der Stadt auf einem Privatgrundstück mit angrenzendem Restaurant.
Es ist ruhig, die Luft ist frisch. Das Essen ist nicht besonders, die Landschaft auch nicht, aber trotzdem war alles die Fahrt wert.

Gegen sechs Uhr sind wir wieder in Buenos Aires.
Der Tag ist noch nicht zu Ende!

Man weiß eben nie, was so passiert.

Ensalada con nada


Mittagessen! Hunger! Los geht’s!

Auf der Jagd nach geeigneter Nahrung (obwohl man mich wohl eher der Gattung der Sammler zuschreiben würde) folge ich der nächsten großen Straße, auf die man von der Wohnung aus gelangt, bis zu einem Café, das mir einladend erscheint. Auf der Karte gibt es einen vegetarischen Salat (Spinatblätter mit Käse und Gemüse). Prima!

Ich setze mich also, bestelle einen Kaffee und den Salat. Leider ist der Salat aus. Ich frage nach einem anderen ’sin carne‘, also ohne Fleisch. Ich bin Vegetarier. Die Kellnerin ist begeistert. Die Küche mache einen ganz wunderbaren vegetarischen Salat, mit Zucchini, Käse, Tomaten und Hühnchen.

Nicht so richtig vegetarisch, versuche ich ihr zu sagen. ‚Sin carne!‘ Ja, sei es doch. Nur mit Huhn. Ok, dann ’sin animales por favor‘! Da fällt der Groschen. Wie, kein Huhn, kein Fisch? Nein, bitte nichts davon. Also, sagt sie (und ich muß sagen, sie ist die ganze Zeit superfreundlich), ‚un ensalada con nada‘ (ein Salat mit nichts)!

Ja, den hätte ich gern.

…und der war wirklich ganz gut.