Butter statt Pfeffer


Unser geplanter Ausflug wurde mangels Teilnehmer um einen Tag verschoben. Nicht so schlimm, dann widmen wir uns dem Strand. Trotzdem freuen wir uns auf unsere kleine Tour durch den Norden der Insel. Schließlich sollen wir lernen, wie der hiesige Pfeffer angebaut und produziert wird, wie man Austern züchtet und Honig macht. Darüber hinaus haben wir eineinhalb Stunden an einem der angeblich schönsten Strandabschnitte der Insel und besuchen einen Nationalpark.

Am entsprechenden Morgen stehen wir also pünktlich mit Bikini und Handtuch in der Tasche parat und warten auf unseren Tourguide.

Es hat die Nacht durchgeregnet. Und nicht nur ein bisschen, sondern so, als würde sich alles Wasser der Welt über der Insel ergießen. Immer, wenn man dachte, dass es nicht stärker werden könne, legte der Himmel noch einen drauf. Ohrenbetäubende Lautstärke.

Jetzt ist es aber trocken und warm sowieso. Wir sind also guter Dinge.

Unser kleiner Ausflugsbus kommt pünktlich, außer uns sind noch sieben weitere Personen dabei. Los geht die Fahrt. Als erstes besuchen wir die Pfefferfarm, sagt der Guide. Mehr sagt er nicht. Auch nicht viel mehr, als wir auf der Pfefferfarm sind. Nur, dass das eine Pfefferpflanze ist und da der Shop, wo wir ihn kaufen können.

Austern sehen wir gar keine, wir werden direkt zum Perlenladen geschleust.

Rein in den Bus, 200 Meter Fahrt, raus aus dem Bus. Von einem Shop in den nächsten. Schnell wird uns klar, dass das hier nicht der Ausflug ist, den wir uns erhofft hatten, sondern eine vietnamesische Butterfahrt. Lediglich auf der Bienenfarm können wir etwas zwischen den Bienenstöcken herumlaufen und man öffnet uns den Deckel, damit wir reinschauen können. Da dort aber wieder mal kaum jemand englisch spricht, kann uns auch niemand unsere Fragen zur Produktion beantworten.

Inzwischen hat es wieder angefangen zu regnen. In den Nationalpark können wir so nicht, sagt der Guide. Zu nass.

Entschuldigung? Das ist das einzige, was den Tag noch retten kann.

Vielleicht später, sagt er. Erstmal fahren wir an den Strand. Dort gibt es Mittagessen. Na toll. Bei Regen an den Strand.

Eigentlich dachten wir, dass „Essen am Strand“ irgendwas idyllisches mit Picknick-Atmosphäre ist, wir werden aber in ein Restaurant gekarrt, dass am Fließband Anreisende versorgt. Wir kriegen einen Teller Nudeln mit Sellerie. Wenigstens gibt es ein Bier dazu. Das brauche ich gerade wirklich. Nach dem Essen haben wir noch eine Stunde Zeit, sagt der Guide. Wir könnten uns ja den schönen Strand anschauen. Immerhin hat es aufgehört zu regnen.

Wir gehen also runter zum Strand – und sind regelrecht erschlagen! Erschlagen vom Geruch nach Müll, vom Plastik, das überall herumliegt, von der Öllache, die über ein Rohr ins Meer sickert, von den Ölringen, die sich bereits auf dem Wasser gebildet haben. Hier wären wir auch bei schönstem Sonnenschein nicht reingegangen.

Wir laufen noch etwas weiter und sehen ein Fleckchen, das einst schön gewesen sein muss. Wie stumme Zeugen einer anderen Zeit stehen hier verwitterte Holzliegestühle in einer kleinen Bucht, mittlerweile ebenfalls umgeben von Müll. Es erinnert uns an die hübsche Anlage, durch die wir täglich zum Strand laufen, die offenbar dem Tode geweiht ist, denn das schnelle Geld liegt nicht in der Bewahrung der Natur und Umgebung, sondern der Massenabfertigung in großen Betonhotels.

Der Umgang mit dem Tourismus auf der Insel ist fatal.

Auf der Weiterfahrt kommen wir an einer Ebene vorbei, auf der sich nur Straßen befinden. Was einst hier stand, wurde abgeholzt. „Hier entsteht eine neue Stadt“, sagt der Tourguide. Und ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis die Natur hier komplett der Gier gewichen ist.

Schließlich können wir doch noch in den Nationalpark. Dafür hätten wir aber auch keine Tour gebraucht. Wir gehen lediglich auf einem Pfad nicht mal einen Kilometer durch den Regenwald spazieren. „Früher gab es hier Tiger“, sagt der Tourguide. „Aber die sind zum Glück alle tot oder in Laos. Es gibt keine Tiger mehr in Vietnam. Dafür hat die Army schon gesorgt. Die Krokodile hier haben wir alle in ein Gebiet getrieben. Das ist jetzt eingezäunt. So haben wir unsere Ruhe vor ihnen.“

Ich habe genug gehört. Zum Glück sind wir um kurz nach drei schon zurück an der Unterkunft. Die Sonne scheint mittlerweile und wir legen uns nochmal an unseren Strand, der offenbar zu den wenig noch schönen Orten der Insel gehört.

Ich mache das selten, aber hiermit appelliere ich an alle Reisenden: fahrt nicht dorthin. Unterstützt den Wahnsinn nicht. Wer an den Strand will… auf Malle ist es auch schön!

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Auf der Jagd


Mein Highlight am Strand ist die Dame, die mit ihrer Schultertrage vorbeikommt, die Körbe voller Obst. Sie ist die einzige, glücklicherweise ist der Strand nicht voll mit Menschen, die ihre Sachen anpreisen. Immer wieder haben wir den Abschnitt, an dem wir liegen, ganz für uns allein.

Ich taufe sie Miss Coconut und ab jetzt erwarte ich sie bei unseren Strandbesuchen sehnlich. Sie schneidet uns eine Ananas auf in Scheiben, die wie kleine Windräder aussehen, Mangos, für jeden eine Kokosnuss zum Trinken und als Bonbon gibt es noch eine Maracuja für jede. Während mir der süße Ananassaft auf die Beine tropft und mir irgendwann vor lauter Fruchtsäure die Mundwinkel einreißen und die Zunge brennt, bin ich hochgradig glücklich. So stelle ich mir einen Strandtag vor. Und ich bin erstaunt, wie durstlöschend eine Kokosnuss ist. Eine einzige der noch grünen, voll gefüllten Nüsse bringt mich über den Nachmittag. So eine tolle Erfindung der Natur, denke ich. Sie bringt ihren eigenen Behälter und auch noch einen Henkel zum Tragen mit. Je nach Reifegrad kann man sie danach auch noch aufbrechen und das Kokosfleisch essen. Ich bin begeistert. Zugegeben; das sind Gedanken, die man sich macht, wenn man bei 35 Grad, leichtem Wind, herrlicher Sonne, Meer und Palmenschatten an nichts anderes denken muss.

Das Essen am Abend gestaltet sich leider nicht so einfach. Auf der Insel sind Fisch und Meeresfrüchte in fast jedem Restaurant die dominierenden Zutaten. Naheliegend, wenn das Meer vor der Haustür liegt. Überall sehen wir Meeresfrüchte-Barbecues. Neben den Grills liegen auf Eis die frischen Meerestiere, die dann auf dem Rost mariniert und mit Soßen gereicht werden. Es sieht wirklich gut aus, riecht sogar gut. Aber bei Meeresfrüchten hört bei mir leider die Probierfreudigkeit auf – jeder Versuch ist bisher in einer Gänsehaut vor Ekel geendet. Hauptsächlich wegen der Konsistenz.

Alle Restaurants bieten mehr oder weniger das gleiche an. Also spazieren wir ein wenig herum, bis wir auf ein thailändisches Restaurant stoßen. Das könnte doch auch gut sein. Thai esse ich sehr gern und hier sind wir, räumlich gesehen, ja nicht mal weit weg.

Leider entpuppt sich das sogar relativ teure Essen als Reinfall. Es schmeckt nach Tiefkühlgemüse in Kokosmilch ohne weitere Gewürze. Schade. Der Hunger treibt es rein, aber wir beschließen, dass wir irgendwo wieder Streetfood oder Garküchen finden müssen. Das war bisher mit am Besten.

Am nächsten Abend laufen wir also nach Duong Dong. Dort soll es einen Nachtmarkt geben. Gibt es auch. Aber auch hier nur Meeresgetier. Und es ist alles sehr teuer.

Wir laufen also durch die Seitenstraßen auf der Jagd nach Nahrung und mittlerweile habe ich wirklich großen Hunger.

Dann entdecken wir wieder einen der kleinen Mini-Wägen an der Straße. Daneben stehen die schon bekannten bunten Kinderstühle und passende Tischchen. Die Dame hinter dem Wagen bietet Pizza an. Ich schlage vor, uns hier eine kleine Pizza zu teilen, damit wir in Ruhe weitersuchen können. Wir bestellen bei ihr die Veggie-Version – sie hat Bilder der Pizzen, die sie machen kann – und sehen ihr zu: auf den fertigen Rohling haut sie etwas Tomatensoße, viel Mais, viele Zwiebeln, viel Paprika und dann Mayonnaise, dann Käse, dann Mayonnaise und nochmal Käse. Sie hat zwei kleine, elektrische Backöfen, die von einem anderen Mädchen bewacht werden. Wir nehmen Platz auf einem der Kinderstühle zwischen den anderen vietnamesischen Frauen und warten.

Man schaut uns mit großen Augen an. Keiner hier scheint auch nur ein Wort englisch zu sprechen, aber das macht auch nichts. Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Das Interesse der anderen ‚Restaurantbesucher‘ bekunden wir mit einem ebensolchen und stoßen damit offensichtlich und Wohlwollen. Und dann kommt das gute Stück. Doppelt Käse und doppelt Mayonnaise. Wir hauen noch ordentlich Chilisoße drauf und beschließen, dass wir doch eigentlich gar nicht weitersuchen müssen. Wir bestellen eine zweite Pizza hinterher. Die Mädels um uns herum lachen und wir sind anschließend wirklich satt.

Gut, dass wir noch zwei Kilometer Heimweg haben.

Ab an den Strand


Eigentlich haben wir gar nicht so schlecht geschlafen. Zum einen haben die Oropax das Dröhnen der Discomusik gemildert und zum anderen waren wir wirklich müde. Schauen wir also mal, was die Umgebung bei Licht bringt.

Zu allererst bringt der Tag ein reichhaltiges Frühstücksbüffet. Das erste, das uns auf unserer Reise begegnet. Sonst wurden wir immer gefragt, was wir essen möchten oder haben, wie in der letzten Unterkunft, einfach Baguette und Omelette bekommen.

Hier gibt es vietnamesische Pho, Reis, Gemüse, Eier und andere Köstlichkeiten und alle, wirklich alle mit Fleisch. Selbst im puren Reis liegen Brocken Schweinefleischs.

Na toll. Für mich gibt es also erstmal Kaffee.

Die Suppe sieht einfach so gut aus, aber die Brocken, die darin schwimmen, lachen mich wirklich nicht an. Vielleicht kann ich ja nur die Einlagen haben, die in kleinen Schälchen da stehen und von den Angestellten für jeden frisch in den Sud gegeben werden. Leider habe ich meinen schlauen Zettel mit dem vietnamesischen Hinweis auf mein vegetarisches Essverhalten nicht dabei. Dann muss ich es eben mit Händen und Füßen versuchen. Ich zeige auf die Nudeln und das Gemüse und mache mit Wedeln und Kopfschütteln deutlich, dass ich es nicht begrüßen würde, wenn es in der Fleischbrühe landet. Große Blicke.

‚No meat, no fish.‘ Große Blicke. ‚Chay‘, sage ich, in der Hoffnung in die Nähe der korrekten Betonung und Aussprache gekommen zu sein, was im Vietnamesischen für jeden Europäer offenbar eher Glückssache ist.

Aber siehe da, sie guckt mich an, nimmt eine Schüssel mit Nudeln und verschwindet damit. Etwa zehn Minuten später kommt sie mit einer dampfenden Suppe zurück: klare Brühe, kein Fleischgeruch oder -geschmack. Glücklich haue ich mir noch Sojasoße, Limette und Chili rein und finde, dass diese Art Frühstück auch in Deutschland etabliert werden sollte.

Wir haben uns überlegt, am Folgetag die Insel anzuschauen. Da wir mit Ausflügen insgesamt bisher gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir uns für eine Rundfahrt durch den Norden entschieden. Hier soll es die schönsten Strände geben. Außerdem ist der Pfeffer auf der Insel bekannt für seine Qualität und wird dort angebaut. Wir buchen und machen uns dann auf zum Strand.

Dazu müssen wir die Straße überqueren, vorbei an den offenen Mülltonnen. Wenigstens schlafen die Ratten wohl gerade. Schön ist es auch bei Tag nicht, aber auch nicht mehr ganz so schlimm wie im Licht unserer Ankunft.

Ein kleiner Pfad durch eine urwaldähnliche Anlage führt uns zum Strand. Die Anlage besteht aus einzelnen kleinen Bambushütten, die offenbar einst Domizil Reisender waren. Wirklich hübsch. Jetzt ist alles verlassen und verwittert. Den Grund können wir uns vorstellen: direkt daneben hat man einen riesigen Hotelklotz hingebaut. Dessen Klimaanlagen an der Hauswand zeigen zu der hübschen Anlage und dröhnen so laut, dass hier sicher so manchem Tag und Nacht verdorben wurde. Außerdem wirft der Betonbau Schatten auf die hübschen Häuschen und lässt sie so, selbst bei strahlendem Sonnenlicht, im Dunkel versinken. Die Großen fressen die Kleinen – diesen Eindruck bekommen wir noch häufiger auf der Insel, auch wenn unsere Theorien unbestätigt bleiben, denn um zu fragen, spricht keiner gut genug Englisch.

Dann sind wir am Strand. Weißer, feiner Sand, aufgewühltes, aber schönes (warmes) Wasser und Palmen. Bleiben wir doch einfach hier. Mit Sand paniert wie ein Schnitzel, die Füße an ‚unsere‘ Palme gelehnt, und einer Kokosnuss in der Hand lassen wir es uns gut gehen. Land und Leute passen sich nicht den Erwartungen an, aber ich passe mich gerne diesem schönen Strand Phu Quocs an. Es war doch kein Fehler, hergekommen zu sein.

Welcome to Phu Quoc


Wir packen ein weiteres Mal unsere Sachen. Diesmal verabschieden wir uns von Hoi An. Und von Bi. Sie fällt mir in den Arm. Sie hat uns sowieso bei jeder Gelegenheit angefasst – und sie war nicht die einzige. In der Stadt hat es sich ein kleiner asiatischer Junge nicht nehmen lassen, mich mit großen Augen anzuschauen, während er mir beherzt die Hand auf die Beine legte. Wieder andere wollten sich mit der Blonden aus Europa fotografieren lassen. Das fühlt sich wirklich schräg an.

Bi jedenfalls drücke ich zurück und erinnere mich an die Schneiderin nach der Jackenübergabe. Auch sie fiel mir um den Hals, besser gesagt um die Taille, weil sie mir gerade bis zur Brust reichte. Herzliche, kleine Menschen.

Wir freuen uns jetzt auf unsere Strandtage. Beide Flüge (der erste geht von Danang nach Saigon und dann weiter nach Phu Quoc) haben Verspätung, so dass wir erst im Dunkeln ankommen. Wir erwarten ein noch überwiegend unerschlossenes Eiland, mein Reiseführer ist von 2016 und berichtet darüber, dass zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht viel Auswahl an Unterkünften bestand und erst nach und nach gebaut werde. Was wir schon auf der Fahrt zu unserer Bleibe sehen, macht leider einen ganz anderen Eindruck. Die gesamte Küstenstraße entlang, zumindest auf dem Abschnitt, sehen wir einen dicken Hotelklotz nach dem anderen. Dazwischen improvisierte Supermärkte und aufgerüschte Restaurants. Zum ersten Mal sehen wir Tischdecken in Vietnam.

Die Straße vor unserer Unterkunft ist laut und stark befahren, es stinkt nach Müll und vor uns huschen Ratten ins Dunkel. Zu allem Überfluss dröhnt der Bass einer anliegenden Diskothek bis in unser Zimmer. Wie sind einigermaßen geschockt.

Aber meine Haltung in solchen Momenten ist: wenn man reist, passen sich Land und Leute eben nicht den Erwartungen an; man muss sich anpassen und das Beste daraus machen oder weiterziehen.

Also trinken wir ein Bier, lachen über das ‚wunderschöne‘ Bild in unserem Zimmer, stecken uns Oropax in die Ohren und schauen einfach mal, was der nächste Tag bringt.

Meine Füße hatte ich heute noch nicht im Sand.

Planänderung


Die Abende in Hoi An sind lang. Wir genießen die warme Abendluft und die schöne Lichterstimmung.

Direkt am Ankunftstag kommen wir später zurück zur Unterkunft als geplant. Herbergsmutter Bi hat uns einen Schlüssel für das Torschloss gegeben mit dem ausdrücklichen Hinweis, wir sollten in den Bars auf den Tischen tanzen und es uns gut gehen lassen.

Als wir also nachts wieder beim Homestay ankommen, ist das Tor verschlossen. Und zwar nicht nur mit dem Schloss, zu dem wir einen Schlüssel haben, sondern zusätzlich mit einem Zahlenschloss. Noch ehe wir darüber nachdenken können, kommt gefühlt aus dem Nichts ein zahnloser Opa von der Straße und gibt die Zahlenkombination ein. Genauso schnell wie er da war, verschwindet er auch wieder.

Am folgenden Abend stehen wir vor der gleichen Situation. Diesmal ohne Opa.

Ich schlage vor, dass wir es mit 0000 oder 1234 probieren. Meine Reisebegleitung bekommt in diesem Fall ein Bienchen; sie hat in der Nacht zuvor aufgepasst und kann Variante 2 bestätigen. Was Passwörter angeht, sind die Vietnamesen generell eher einfach. Mit einer Reihe von eins bis acht oder neun kommt man auch in so manches WLAN, haben wir bereits erfreut festgestellt.

Vor lauter Kaufrausch, kulinarischer Entdeckungen und abendlicher Gemütlichkeit haben wir uns keine großen Gedanken um die Weiterreise gemacht.

Wir wissen nur: Mui Ne soll es werden. Ein Ort, an dem Dünen ins Meer laufen. Und wir wollen Zug fahren, bitte nicht mehr im Nachtbus.

An unserem letzten Tag in Hoi An recherchiere ich – und stelle fest, dass von hier kein Zug nach Mui Ne zu fahren scheint. Also doch wieder Bus? Die Fahrt würde uns allerdings insgesamt über 30 Stunden kosten. Sogar, wenn wir nach Ho Chi Minh City fliegen und wieder ein Stück hoch fahren würden, wäre es so lange, weil wir zwischendurch stundenlang warten müssten.

Dann doch ein anderer Strandort entlang der Küste? Die anderen Optionen sind ähnlich. Und überhaupt müssen wir dann noch Reisezeit bis Ho Chi Minh City einplanen, von wo wir zurück fliegen.

Nein. Bitte keine zwei volle Tage mit Busreisen verschwenden. Dann fliegen wir doch einfach woanders hin. Nach Phu Quoc zum Beispiel. Die Insel im Süden Vietnams soll traumhafte Strände haben und sowieso wunderschön sein. Und ein paar Tage Strand wären schon wünschenswert.

Wir verbringen also eine Stunde unserer Zeit in Hoi An im Reisebüro. Dafür haben wir am Ende einen Flug nach Phu Quoc und einen zurück nach Ho Chi Minh City inklusive Transfer zum Flughafen. Ist doch super.

Nur das mit der Unterkunft haben wir etwas schleifen lassen. Aber auch die haben wir um zwei Uhr morgens dann – quasi im Halbschlaf – noch gebucht.

Sehr gut! Ich hoffe also sehr, dass ich schon am folgenden Nachmittag meine Füße in den Sand strecke. Tja, hoffen darf man ja…