Es geht schon wieder los


Und da sitze ich schon wieder. Am Flughafen. In zwei Stunden geht’s los. Ein weiteres Mal Richtung Argentinien.
Die Zeit in der Heimat ist verflogen, Freunde treffen, Silvester in Berlin (Berliner Silvester = so stelle ich mir Krieg vor! Schrecklich!), die Tage mit der Familie genießen. Ich bin gerne in Deutschland.
Aber jetzt wird es mir langsam doch zu kalt, auch wenn alle über den extrem milden Winter staunen. Seit gestern läuft meine Nase, und ich sehne mich nach Wärme.

Ob ich das Spanisch, das ich konnte, als ich aus Argentinien kam, noch kann?
Ob ich mich genauso wohl fühle wie beim letzten Mal?
Ob ich es diesmal schaffe, allen kilogeschwängerten Verführungen zu widerstehen?

Die Zeit in Deutschland hat mich auch in ernährungstechnischen Dingen wieder auf einen besseren Weg gebracht. Ich fühle mich schon viel leichter und muß unbedingt argentinischen Gewohnheiten wie extrem spät essen, literweise Eis, Gebäck in allen Formen und zu viel Bier und Wein den Kampf ansagen. Leicht wird es nicht.

Morgen werde ich erstmal die Sonne genießen. Das ist ja auch schon ein guter Anfang.
Und dann mal sehen, was noch so kommt.

Wieder anders


Zu den geplanten Hamburgern zu meiner Geburtstagsfeier kam es nicht.
Nicht weil niemand zum Essen da gewesen wäre, sondern weil alles andere schon so viel war, daß keiner mehr Hunger hatte.
Und keiner hat das Fleisch vermisst!

Im Kühlschrank lagern also jetzt 20 Hamburger samt Brot. Entweder einfrieren oder eine große Hamburgerparty schmeißen.
Ich bin erstmal für einfrieren.

Und gerade fällt mir ein, daß es auch noch eine Melone gibt. Es hätten eindeutig noch mehr Leute kommen können.
Aber meine Runde von zehn Personen war gut gelaunt und mein Geburtstag im Sommer Argentiniens eine schöne Feier.

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Das ging aufs Auge!


Gäbe es nur einen Moskito in ganz Argentinien, er fände mich und würde mich stechen.
Das läßt sich natürlich nicht beweisen, denn es gibt mehr als einen Moskito. Sehr viel mehr! Aber ob einer oder mehrere, alle stechen

MICH.

Pausenlos. Ob nachts oder tagsüber. Egal.
Ich war schon immer Opfer der summenden Brut, schon als Kind. Aber hier geht der Sommer und damit die Mückenzeit gerade erst los, und ich habe bereits leichte Ähnlichkeit mit einem Streuselkuchen auf der Haut.

Heute Morgen habe ich nur mit eineinhalb Augen in den Spiegel geschaut. Ein Hälfte war leider wegen eines Stichs aufs Augenlid geschwollen.
Und dabei hatte ich mir in weiser Voraussicht Mückenabwehrspray aus Deutschland mitgebracht. Offenbar ein Geruch, der die Moskitos hier nicht im Geringsten belästigt. Schade eigentlich.
Heute Nacht bin ich mit argentinischem Spray bewaffnet. Morgen werde ich mehr wissen.

Allerdings werde ich wohl dann ab jetzt in diesem Spray duschen müssen, denn wenn sie nachts nichts zu essen kriegen, versuchen sie es wahrscheinlich mit noch mehr Ehrgeiz tagsüber.
Und immer alle auf mich!

Es gibt Reis, Baby… Unter anderem


Hitze!
Mittlerweile ist es so warm, daß man auch nachts im T-Shirt rausgehen kann. Momentan zumindest. Das Wetter in Buenos Aires hat bisher nicht durch Zuverlässigkeit geglänzt.
Aber heute war es heiß.

Im Esszimmer summt der Ventilator, und in der Küche summt Fernando, der Herr des Hauses. Töpfe klappern, Wasser kocht, und es riecht plötzlich ganz wunderbar im Haus.

Mittagessen. Es gibt eine Tarte mit Mais gefüllt und Salat. Und es stellt sich heraus, daß hier jemand sehr gerne kocht.
Denn mit dem Mittagessen ist es nicht getan.
Abends fragt mich Fernando, ob ich schon gegessen habe.
Nur ein Stückchen noch von der Tarte, sage ich.
Na, aber! Er habe noch mehr! Und mal was Neues ausprobiert. Die Nichte plus Freund kommt auch zum Essen.
Was soll ich mich dagegen wehren…

Also gibt es noch einen Rest der Maistarte, panierte Auberginen, mit Reis gefüllte rote Beete und ein Broccolisoufflé.
Dazu sympathische Tischnachbarn und eine laue Sommernacht.

Habe ich schon erwähnt, daß es mir hier gefällt?