Der erste Job


Mein erster, kleiner Job steht in den Startlöchern. Als Übersetzerin für eine Internetseite.
Nicht die Welt, aber ein Anfang und vor allem ein willkommenes Taschengeld.
Allerdings schlage ich mich dafür auch schon seit zwei Tagen mit Datenbestätigung, Formularausfüllen und dem Warten auf Passwörter und Seitenzugänge herum.
Übersetzt habe ich bisher noch nichts.

Aber wenn es erstmal losgeht…
Und ich habe den Test bestanden, der dafür nötig war. Das ist ja auch schon ein kleiner Erfolg.
Ich freue mich auf meinen ersten Text, den ich hoffentlich in lupenreines Deutsch bringen werde. Übrigens aus dem englischen. Ganz so weit ist mein Spanisch dann doch noch nicht.

Die aus der ersten Reihe


Mein vierter Tag in der Schule. Ich mache Fortschritte, alle anderen auch. Es läuft also. Auch der junge Mann, gerade mal so Mitte 40 (ich entschuldige mich für vorherige Formulierungen), hat mittlerweile sein Labyrinth verlassen und sich den Weg zur spanischen Sprache freigekämpft. Wir sind alle lernfreudig. Fast alle. Alle, bis auf diesen Typ aus Schweden. Der ist am zweiten Tag zu uns gestoßen und seitdem geht es etwas schleppender voran. Denn statt auf Spanisch stammelt er lieber auf englisch und statt zuzuhören, spielt er lieber an seinem Handy rum. Und er hält uns auf!

Oh je. Ich klinge wie die Klassenstreberin aus der ersten Reihe. Aber das ist der Unterschied, wenn man lernen will und nicht muß. Außerdem kostet die Schule Geld! (typisch Deutsch: ich will was haben für mein Geld)

Nächste Woche wäre ich nur mit dem Schweden und dem Herrn aus Seattle in einer Klasse. Tut mir leid, das geht so nicht.
Meine Lehrerin hat das auch so gesehen und mit der Direktorin gesprochen (wenn, dann mache ich die Pferde richtig scheu).

Die Lösung ist simpel und doch harte Arbeit: morgen nach dem Unterricht und dem Test, den wir schreiben, habe ich zwei Privatstunden, in denen ich das lerne, was meine Klasse nächste Woche lernt, damit ich eine Woche überspringen kann.

Das Wochenende werde ich dann wohl recht viel mit Lernen verbringen.
Meine Mutter hätte sich gefreut, wenn ich diesen Satz mal vorm Abitur gesagt hätte…